Vitamine und Elektrolyte

 

Vita stammt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt Leben, sowie wir den Begriff vital bis ins hohe Alter kennen. Vitamine sind die Sammelbezeichnung für Vitalstoffe und verschiedene organische Verbindungen, die als hochkomplizierte Wirkstoffsubstanzen für die Aufrechterhaltung der Lebensvorgänge im Organismus unentbehrlich sind. Mangelerscheinungen verursachen Defizite, die sich als Organschwächen, verminderte Abwehrfunktionen und meist als schleichend beginnende Krankheiten bemerkbar machen. Auch kann die Vitaminzufuhr dazu beitragen oder sogar verhelfen einige Organschwächen und dadurch Defizite auszugleichen. Sie helfen auch Abwehrschwächen, sowie Krankheiten zu bekämpfen und zu besiegen. Eine übermäßige Zufuhr der Vitamine in hohen Dosen verursacht eine Hypervitaminose und kann bis zur Vitaminvergiftung das Gegenteil von Gesundheit bewirken. Die wasserlöslichen Vitamine wie die B-Komplexe, sowie C-Vitamine verursachen zwar keine tödlichen Krankheiten, jedoch können sie ebenso schwerwiegende Hypervitaminosen verursachen. Manche Menschen reagieren auf die künstliche  Vitamin B 1 Zufuhr mit Herzjagen, noch dazu wenn es in sehr hohen Dosen zugeführt wird, intravenös injiziert kann es sogar einen anaphylaktischen Schock mit Todesfolge verursachen, weshalb es oral zugeführt werden sollte oder intramuskulär gespritzt werden könnte. Vitamin B 6, das für die Blutbildung und auch als leistungsstarkes Nervenvitamin bekannt ist kann in hohen Dosen wie es bei Nervenerkrankungen in Megadosen empfohlen und oft verschrieben wird sogar Nervenerkrankungen auslösen. Vitamin C (Ascorbinsäure) ist eine kristalline Substanz, die in sehr hohen Dosen im Grammbereich nicht nur Darmbeschwerden wie Durchfälle verursacht, sondern auch Blasenentzündungen durch Steinbildung, Gelenk- und Muskelentzündungen sowie eine Azidose (Übersäuerung) mit Durchblutungsstörungen und damit eine Eindickung des Blutes, sowie Herzrhythmusstörungen, wie auch Herzjagen  auslösen kann wie das mit anderen ansäuernden Nahrungsmittel ebenso zutrifft wie z.B. durch übermäßigen Getreidekonsum, Süßigkeiten oder anderen Säuren, insb. den kalium- und natriumausschwemmenden wie Cola, Kaffe, wie auch andere entwässernde entschlackende oder blutreinigende Pflanzen. Werden die Dosen jedoch nicht übertrieben oder wird bei hoher Vitamin C-Zufuhr mit Natriumbicarbonat gegengesteuert, bzw. ausreichend basische Stoffe zugeführt, so kann die Gefahr der Azidose und alle andere Nebenwirkungen gebannt werden. Normalerweise können die wasserlöslichen Vitamine aber im Gegensatz zu den Fettlöslichen nicht besonders großen Schaden anrichten, weil ein Überschuss wieder ausgeschieden wird, während sich die fettlöslichen Vitamine im Körper anreichern und drastische Krankheiten verursachen können, wie das mit Vitamin A und Vitamin D der Fall ist.

Vitamine müssen in ihrer wirksamen Form oder aus deren Vorstufen mit der Nahrung zugeführt werden. Eine verminderte Aufnahme der Vitamine kann zu Mangelerscheinungen führen wie auch wie z.B. eine Achlorhydrie (Fehlen der Magenensalzsäure) zu Blutarmut führt, da das Vitamin B 12, das für die Blutbildung zuständig ist dann ohne der Magensalzsäure nicht aus der Nahrung herausgelöst werden kann. Fehlen von Vitaminen oder eine unzureichende Vitaminversorgung führt zu Mangelerscheinungen und zu Avitaminosen/Hypovitaminose, wie auch ein Überangebot zur Hypervitaminose führt.

Elektrolyte sind neben den Vitaminen lebensnotwendig und ein Mangel, sowie ein Überschuss durch eine unkontrolllierte Einnahme von Kalium und Natrium können ebenso lebensbedrohlich sein wie ein Calciumüberschuß (siehe Abhandlung unter Bluthochdruck)

Vitamin A:
ist ein Epithelschutzvitamin und kann Haut- und Schleimhautschäden reparieren und zur Normalisierung von Hautkrankheiten beitragen, sowie die Resistenz gegenüber krankmachenden Bakterien heraufsetzen, die Abwehrkräfte stärken und gegen schädigende Umwelteinflüsse antioxidativ wirken, es ist wichtig für die Knochen, Augen, Zähne und gesundes Blut. Es wird gegen Unfruchtbarkeit, Sehstörungen, Nachtblindheit, Hautausschläge, trockenes Haar oder Haut, Appetitmangel, zur Krebsvorbeugung, als Immunstimulanz bei häufigen Infektionen in natürlicher Form eingesetzt und kommt in sehr hohen Dosen in der Leber vor, worin es gespeichert wird, weshalb ein Konsum von Leber sehr schnell zu Vitamin-A-Vergiftungen führt, wie auch Lebertran. Eine regelmäßige Zufuhr kann durch die Karotinoide gesichert werden, da Betacarotin im menschlichen Organismus zu Vitamin A synthetisiert wird. Hohe Betacarotindosen kommen in Karotten, Papaya, Kürbis, Mango und allen gelben und orangen Gemüsen/Obst vor, sowie auch in Blattgemüse/Salat, Brokkoli, Paprika, Kürbis, Honigmelone, Tomate, Spargel, Avocado, grüne Erbsen, Süßkartoffeln, Pfirsich, Hagebutten, Eier, Vollmilch, Käse und Butter vor. Ein Überangebot von Vitamin A führt zu Vergiftungen mit den Symptomen von Muskelkrämpfen, Nervosität und Gereiztheit, Verstopfung, Haarausfall, Gelenk- und Muskelentzündungen, Lähmungen bis hin zum Vergiftungstod.
Die Karoten-Moleküle sind im Fasergerüst von Pflanzen gut verpackt, so dass unsere Verdauungssäfte sie selbst trotz Überstunden nicht ausreichend herauslösen können, weshalb nur ca. 40% der mit der Nahrung aufgenommen Karotene zu Vitamin A umgewandelt werden können. Gedünstetes karotinreiches Gemüse kann zwar besser vom Organismus aufgenommen werden, jedoch werden auch mehr von den Karotenen zerstört. Ein Gallensäuremangel kann wie auch eine Unterfunktion der Schilddrüse zu erniedrigten Vitamin-A-Spiegeln im Blut führen.

In der Schwangerschaft  muss eine künstliche Vitamin-A-Versorgung unterbleiben, da   Überdosen von Vitamin A in der Schwangerschaft mit dem Risiko von Kindesmissbildungen verknüpft ist wie auch generell die künstliche Einnahme von Vitamin A nicht empfohlen wird. Babys benötigen täglich 2000 I.E., Kinder von 1 bis 3 Jahren 2.300 I.E., 4 bis 6 Jährige 2.500 I.E., 7 bis 10 Jährige 3.200 I.E. Jugendliche 4.000 I.E., Frauen 4.000 I.E., Männer 5.000 I.E., Schwangere 5.000 I.E. und stillende Frauen 5.500 I.E. 

Vitamin B1 (Thiamin)
ist ein Nervenvitamin, ist am Nahrungsstoffwechsel für die Eiweißverwertung (Magensäure) und Verdauungsprozess beteiligt, erhöht den Appetit, fördert die Wundheilung, eine gute Herzfunktion, Konzentration, lindert Schmerzen und sorgt für Vitalität. Ein Mangel entsteht durch die Vitamin-B-Räuber wie Alkohol, Zuckerreiches oder anderes Süßes. Eine Mangelernährung kann durch einen erniedrigten Vitamin B1 Blutspiegel festgestellt werden und der Bedarf ist bei Stress, im Alter, bei fieberhaften Erkrankungen oder bei Durchfall erhöht.

Ein Mangel an Vitamin-B1 ist gekennzeichnet durch Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen, Herzrhythmusstörungen, Verstopfung, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Kopfschmerzen. Durch hohe Dosen an künstlichen Vitaminen, wie diese im Handel angeboten werden (und eigentlich als Arzneimittel einzustufen wären), obwohl der Mensch lediglich 1 bis 1,5 Milligramm benötigt, können bei empfindlichen Personen Herzrhythmusstörungen auftreten.

Besonders reich an Thiamin sind Sonnenblumenkerne, Gerste, Weizenkeime,  Vollkorngetreide, Pistazien und Nüsse, Rosinen, Reis, insb. Naturreis, Erbsen, Honigmelonen und Kartoffeln. Auch Hefe ist äußerst vitamin-B-reich, fördert jedoch früher oder später das Pilzwachstum und Gärungen, wodurch Alkohol produziert wird.


Vitamin B2 (Riboflavin)
ist wichtig für den Kohlehydrat- und Fettstoffwechsel, die Eiweißverwertung, Gewichtszunahme, bzw. für die Nahrungsverwertung, für die Zellatmung und Zellenergie, für haut, Haar, Nägel, Augen und Sehschärfe. Erste Warnzeichen, wenn ein Mangel an Riboflavin vorliegt äußern sich durch eine gerötete entzündete Zunge (auch durch Blutarmut), winzige Risse in den Mundwinkeln, brennende gerötete Augen, Haarausfall, Gliederzittern, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Schwindelgefühle, Beschwerden beim Harnlassen und Juckreiz im Vaginalbereich, Lichtempfindlichkeit, aufgesprungene Lippen, Hautschuppungen an Nase, Mund, Stirn und Ohren. 

Frauen benötigen täglich etwa 1,2 Milligramm Vitamin B 2 und in Stressituationen bis zu 1,7 Milligramm oder mehr pro Tag. Männer benötigen je nach Energieverbrauch zwischen 1,4 und 1,7 Milligramm Riboflavin und der Bedarf kann durch sportliche Betätigung, Stress und schwere körperliche Arbeit auf bis zu 2,6 Milligramm pro Tag erhöht sein.

Riboflavin befindet sich hauptsächlich in fettem Käse, aber auch etwas in magerem Käse, Pilze, Milch, Spinat, Forelle, Vollkorngetreide, Makrelen, Samen (Sonnenblumen, Sesam), Muscheln, Eier, Joghurt, Walnüsse, Sojabohnen, Bohnen, Erbsen, Honigmelonen und Bananen, wie auch in nicht empfehlenswertem Fleisch.

 

 

Vitamin B 3 (Niacin/Nikotinsäure/Nicotinamid) 

ist wichtig für die Zellatmung und Energie, den Stoffwechsel von Kohlehydraten, Fett und Eiweiß, die Cholesterinsenkung und die Fettverbrennung, für die Produktion von Magensäure und Magen-Darm-Tätigkeit, die Muskeln, das Bindegewebe, die Herztätigkeit und den Kreislauf, die Stimmung und den Schlaf, den Hirnstoffwechsel, sowie für die Herztätigkeit.

Kinder und Jugendliche benötigen täglich 5 bis 12 Milligramm Niacin, Erwachsene rund 13 bis Milligramm und Männer bis zu 20 Milligramm täglich bei körperlicher schwerer Arbeit. Am meisten ist Niacin in Bierhefe, die jedoch das Pilzwachstum fördert und Gärungen verursacht enthalten, wie auch in reichlicher Menge in Naturreis, Pilzen, weißer Reis, Thunfisch, in nicht empfehlenswertem Geflügel oder Herz, getrocknete Pfirsiche, Lachs, Vollkorngetreide, Mandeln, Erbsen und Sojabohnen.

Wenn ein Niacinmangel vorliegt kann er sich durch Muskelschwäche, Müdigkeit, Appetitmangel, Hautkrankheiten und –veränderungen, Mund- oder Lippengeschwüre, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Übelkeit, Durchfall, Mundgeruch und empfindliches Zahnfleisch bemerkbar machen.

 

 

Vitamin B 5 (Pantothensäure)

ist für die Energie und Vitalität, zur Vorbeugung gegen Entzündungen, zur Stressabwehr, zum Fettabbau und Fettverwertung, gesunde Haut, Fülle und Farbe der Haare, Durchblutung und Nervenversorgung der Gliedmaßen und Darmtätigkeit wichtig.

Kinder und Jugendliche, sowie Erwachsene benötigen täglich zwischen 5 und 10 Milligramm, Frauen in der Schwangerschaft bis zu 15 Milligramm Pantothensäure.

Ein Mangel an diesem Vitamin äußert sich in Gelenkkrankheiten, Haarausfall, frühzeitig graues Haar, Verstopfung, Konzentrationsstörungen, Risse in Mund- und Augenwinkeln, Taubheit und Krämpfe in Armen und Beinen, Sehbeschwerden  und Reizbarkeit.

Enthalten ist Vitamin B 5 vor Allem in Weizenkleie, Forelle, Sonnenblumenkerne, Hering, Makrele, Camembert, Limburger, Roquefort, Walnüsse, Vollkorngetreide, Eigelb, Krabben, nicht empfehlenswertem Wild- und Muskelfleisch, Vollmilch.

 

Biotin (veraltete Bezeichnung Vitamin H)

ist wichtig für  die Haut, Haare und Nägel, sowie für die Muskelzellen, den Blutzuckerspiegel und für die Energie von Gehirn- und Nervenzellen. Die Darmflora produziert genügend Biotin. Ist diese jedoch durch Darmentzündungen, Fehlernährung, Alkohol, Nikotin oder Medikamente gestört so sollte durch eine biotinreiche Ernährung geachtet werden. Avidin, ein Protein des Eiklars kann ein künstlicher Biotinmangel hervorgerufen werden. Frauen benötigen täglich etwa 250 und Männer ungefähr 300 Mikrogramm Biotin.

Ein Biotinmangel äußert sich in Haarausfall, zentralnervösen Störungen, Hypercholesterinämie (Cholesterinüberschuß im Blut) und Dermatitis (Hautentzündungen).

Besonders reich an Biotin ist Eigelb, Leber, Sojamehl, Walnüsse, Erdnüsse, Sardinen, Mandeln, Pilze, Naturreis, Vollkorngetreide, Spinat, Krabben, Karotten, Tomaten und Hüttenkäse.

 


Vitamin B6 (Pyridoxin)

ist wichtig für die Blutbildung, die Eiweißverwertung und den Fett-, sowie Kohlehydratstoffwechsel, die Produktion von Magensäure, für das Immunsystem, den Wasserhaushalt, Blutzuckerspiegel, Herzleistung, Kreislauf, Haarwuchs, Sehkraft, Muskeltätigkeit, Verhinderung der Ablagerung von Homocystein an den Gefäßen, die zur Arteriosklerose führen und für die Nerven.

Jeder Mensch benötigt pro Tag 2 bis 3 Milligramm Pyridoxin. Jedoch erhöht sich der Bedarf bei Stress, Herzbeschwerden, Arteriosklerose, im Alter, bei Regelblutungen, Medikamentenkonsum und in der Schwangerschaft.

Ein Mangel von Vitamin B 6 äußert sich durch Muskelschwäche, Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Angstzustände, Nervosität, Kribbeln in Armen und Beinen,  Haarausfall, Sehbeschwerden, Konzentrationsschwäche und Blutarmut.

Besonders reich an Pyridoxin sind Sojabohnen, Weizenkeim, Walnüsse, Fisch, Bananen, Avocado, Spinat, Vollkorngetreide, Kartoffeln, Hefe und nicht empfehlenswertes Geflügel und Muskelfleisch.

Hohe Dosen im 100 Milligrammgrammbereich Vitamin B 6, die bei Nervenerkrankungen verschrieben werden können sogar Nervenerkrankungen, Kribbeln und Ameisenlaufen in den Gliedmaßen auslösen, wogegen es in niedrigen Dosen sehr wirkungsvoll ist.

Vitamin B12:

ist wichtig für die Blutbildung, Verhinderung der Ablagerung von Homocystein an den Gefäßen, die zur Arteriosklerose führen, Energie- und Eisenstoffwechsel, Muskeln, Knochen, Fettverwertung, Wachstum und Lebensfreude. Liegt ein Mangel an Magensäure vor, so kann Vitamin B12 nicht synthetisiert werden, sowie auch bei Magenkrankheiten.

Der Bedarf liegt im Mikrogrammbereich zwischen 1 und 2 microgramm. Die höchsten Mengen sind enthalten in Muscheln, Austern, Krabben und anderen Schalentieren, wie auch in Jefen und Leber, Hering, Makrelen, Ölsardinen, Forellen, Eigelb, nicht empfehlenswertem Fleisch und in Milch.

Ein Mangel äußert sich in Blutarmut (perniziöser Anämie), Müdigkeit, Nervosität, Depression, Gehbeschwerden, Mundschleimhautentzündungen, Glossitis (rote entzündete Zunge) und Körpergeruch.

 

Folsäure

ist wichtig für die Blutbildung, Verhinderung der Ablagerung von Homocystein an den Gefäßen, die zur Arteriosklerose führen, Magensäure, Appetit, Leberfunktion, Magen-Darm-Tätigkeit, kräftiges Haar, in der Schwangerschaft, bei Monatsblutungen und für das Wachstum.

Der tägliche Bedarf liegt bei 100 Mikrogramm und bei Schwangerschaft 150 Mikrogramm. Durch Alkoholkonsum, Medikamente, Lebererkrankungen und methioninreiche, bzw. fleischreiche Ernährung kann einen Folsäuremangel verursachen.

Folsäurereiche Nahrungsmittel sind Blattsalate wie Feldsalat, Kopfsalat, Endivien, Eigelb, Artischocken, Weizenkeime, Spinat, Spargel, Linsen, Bohnen, Melonen, Vollkorngetreide, Brokkoli, Blumenkohl, Wirsing, Süßkartoffeln, Zwiebeln und Rote Beete.

 

Vitamin C (Ascorbinsäure)

ist der stärkste Feind aller Krankheiten, eine Wunderwaffe gegen Infektionskrankheiten, stärkt die Psyche, bringt Krampfadern und Hämorrhoiden zum Schrumpfen, wie auch Falten, glättet die Gefäßwände, stärkt das Haar und das Bindegewebe, sowie auch die Blutgefäßwände und das Zahnfleisch, sowie auch die Knochen (bei Übersäuerung jedoch Osteoporose), entgiftet und bewältigt Stress, aktiviert den gesamten Zellstoffwechsel und sorgt für die Fettverwertung und vieles mehr.

Die Empfehlungen der Vitamin C Aufnahme schwanken stark und ist auch individuell verschieden. Raucher benötigen ein Vielfaches an diesem Wunderstoff, sowie Menschen die hohen Schadstoffkonzentrationen oder der Sonne ausgesetzt sind und an Infektionen leiden.

Vitamin C befindet sich hauptsächlich in Kiwis, Holunderbeeren, Johannisbeeren,  Zitronen, Orangen, Mandarinen, Himbeeren, Grapefruits, Paprika, Kohlrabi, Zwiebeln, Rüben, Spinat, Brokkoli, Brombeeren, Spargel, Kohl, Tomaten, Hagebutten,  Kartoffeln, Leber, Äpfel, Artischocken und Frischgemüse vorkommendes Vitamin, das den gesamten Zellstoffwechsel aktiviert.

Die Nebenwirkungen bei einer hohen Zufuhr von Ascorbinsäure äußern sich in
Magenbeschwerden, Durchfällen, Auskristallisierung im Nierentubuli und Blasengrieß/Steine, Azidose (Übersäuerung) mit Durchblutungsstörungen und treten vor allem dann auf, wenn die reine Ascorbinsäure (kristallartiges Pulver) im Grammbereich eingenommen wird. Da es sich um eine Säure handelt, wird die Magenschleimhaut unter Umständen gereizt. Durch Natriumhydrogencarbonat kann der Säurewirkung entgegengewirkt werden und bei Übersäuerung entsäuert werden.

 

 

Vitamin D (Calciferole)

sind fettlöslich Substanzen, die aus ihren Provitaminen Ergosterol, bzw. 7-Dehydrosterol durch Ultraviolettstrahlung entstehen. 7-Dehydrosterol kann auch im Organismus aus Cholesterin entstehen, bzw. synthetisiert werden. Deshalb ist Calciferol eigentlich nicht zu den Vitaminen zu rechnen. Die Biosynthese wird durch Phosphat- und Calciumionen gehemmt und durch Parathormon aktiviert. Die Calciferole wirken einem Absinken des Plasma-Calcium-Spiegels entgegen. Eine Hypervitaminose (Vitaminvergiftung) ist möglich, da Vitamin D gespeichert wird. Die Symtome einer Hypervitaminose ist: Entkalkung der Knochen mit starker Erhöhung des Calciumspiegels im Blut, sowie Ausfällungen des Calciums in den Nierentubuli (Nephrocalcinose). 1 IE Vitamin D entspricht 0,025 microg kristallisierter Substanz. Vorkommen: Fisch (Lebertran), Milch, Eier, Pilze und reichliche Produktion durch Tageslicht, insb. durch Sonnenlicht.

Ein Mangel ist sehr selten beim Erwachsenen. Beim Säugling Rachitis (Skelettverformung) durch Calciummangel, sowie auch beim heranwachsenden möglich. Die Rachitisprophylxe beim Säugling wird mit täglichen Dosen von 500 IE selten indiziert.

 

 

Vitamin E (Tocopherole):

Die Vitamin-E-Wirkung ist weitgehend ungeklärt. Im Tierversuch, der ja selten auf den Menschen übertragen werden kann, lassen sich durch Vitamin E Wirkungen auf Fruchtbarkeit, Blutbild, Muskulatur, Gehirn nachweisen, die bei einzelnen Tierarten sehr unterschiedlich sind. Tocopherol kann die schädliche Wirkung einer tierexperimentellen Mangelernährung, die durch den Tierversuch entsteht, herabsetzen. Beim Menschen wurde bisher noch kein Vitamin-E-Mangel bekannt. Jedoch ist die Funktion als Oxidationsschutz, v.a. bei ungesättigten Fettsäuren, Carotinoiden und Thiolgruppen gesichert. Die biologische aktive Form ist vermutlich Tokochinon, das als Redoxsystem wirkt. Eine ähnlich Wirkung haben zum Teil auch synthetische Antioxidantien, außerdem Selen. Der normaler Blutspiegel sollte 11,61 micromol/l, bzw. 0,5 mg/dl Tocopherol aufweisen. Der tägliche Bedarf beträgt 15-30 mg/d Alphatocopherol.

Vitamin E wurde hauptsächlich in Getreidekeimlingen, Getreideöle und im Eidotter gefunden und man nimmt an, dass es auch für den menschlichen Organismus, der Funktion der Keimdrüsen, den Ablauf der Schwangerschaft u. für die Funktionstüchtigkeit des Nervensystems, sowie für die Muskulatur wertvoll ist.
Vitamin E ist angeblich für eine gesunde Zell- und Muskelfunktion, auch für die Herzmuskulatur wichtig. Weitere Schutzwirkungen seien z.B. eine Verzögerung des natürlichen Alterungsprozesses, ein Schutz der Atemwege vor schädlichen Einwirkungen durch Schadstoffe und eine Herabsetzung des Sauerstoffverbrauches des Herzens.
 Normalerweise wird der tägliche Vitaminbedarf durch die Nahrung gedeckt. Wer allerdings seinen Fettbedarf ausschließlich durch ungesättigte Fettsäuren deckt - und die entsprechenden Öle auch noch zum Braten und Backen bei hohen Temperaturen dienen -, kann in eine Vitamin E-Mangelsituation geraten. Das gilt auch für Leber-, Pankreasenzymmangel und bestimmte Darmerkrankungen, bei denen Fett nur ungenügend aus der Nahrung aufgenommen wird.

Ein ausgesprochener Vitamin E-Mangel ist äußerst selten. Die Dosierung von 200-600 mg täglich werden von den Herstellern empfohlen, doch wahrscheinlich sind 50 mg pro Tag ausreichend und wird über pflanzliche Öle, Mais, Getreide und Nüsse oder Sonnenblumenkerne garantiert.  Die Nebenwirkungen sind durch hohe Dosen von Vitamin E-Präparaten Magen-Darmbeschwerden und die Wechselwirkung bei Throbozytenaggregationshemmern (ASS, Clopidogrel, Macumar) eine verminderte Thrombozytenzahl, das zu Haut- und Schleimhautblutungen führen kann


Vitamin F (veraltete Bezeichnung von ungesättigten Fettsäuren)

ist ein in allen tierischen und pflanzlichen Fetten vorkommendes Vitamin. Ein Mangel durch fettfreie Diät kann zu Hautveränderungen führen, sowie zu verminderten Thrombozyten (Thrombozytopenie) im Blut und kann dadurch Blutungen, sowie Alopezie (Haarausfall), Wachstumsstörungen und Verdickung der Hornschicht der Haut (Hyperkeratose) auslösen.

 
Vitamin I:

ist wenig bekannt und ein umstrittenes Vitamin. Es kommt hauptsächlich in Zitronen, in schwarzen Johannisbeeren und im Holunder vor und wirkt entzündungshemmen, das aber vermutlich auch durch den hohen Vitamin-C gehalt  C-Menge resultiert

Vitamin K
ist besonders in Feldsalat, Fenchel, Spinat, Rosenkohl, Tomaten, Leber, Früchten, Milch u. Fleisch enthalten. Vitamin K wird auch von den Darmbakterien gebildet und verhindert Blutungen, indem es für die Blutgerinnung verantwortlich ist. Ein Mangel führt zu Schleimhaut- und Hautblutungen und eine Überdosierung von z.B. künstlichen Vitamin K führt zu Blutgerinnungen und Gerinsel-, bzw. Thrombosebildungen.

Vitamin P:
ein Flavonoid, das vor allem in roten und blauen Beeren enthalten ist, sowie in Zitrusfrüchten und das für die Verminderung der Durchlässigkeit der Kapillaren verantwortlich ist indem es die Gefäße festigt und besitzt außerdem entzündungshemmende, v.a. antiallergische Eigenschaften, wie auch Vitamin A, C und Calcium.


 

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